Motivation: Wie können Interessierte zum Mitmachen motiviert werden?

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Hier Mitarbeit erwünscht.

Folgende Texte stammen aus "GEWISS Auftaktveranstaltung Dialogforen Citizen Science in Leipzig 17./18.09.2014.
GEWISS Bericht Nr. 3."

Motivation

Citizen Science ist ein breites Feld mit verschiedenen Ansätzen und Akteuren und deren daraus resultierenden Motivationen. Folgende Institutionen und Personen beteiligen sich an Citizen Science-Projekten: Bürger, Museen, Vereine, Verbände, Privatinverstoren/Unternehmen, lokale Initiativen, Studenten/Universitäten, Forschungsinstitute, Rentner/Altenheime, Schüler/Lehrer/Schulen aber auch Verwaltungsstellen. Die unterschiedlichen Gruppen verfolgen dabei unterschiedliche Interessen:

  • Know-how-Austausch und Weiterbildung
  • Soziale Vernetzung und Kontakte
  • Expertise von anderen Bereichen oder Gruppen einholen, die man selbst nicht hat (z.B. IT-Kenntnisse, lokales Wissen etc.)
  • Finanzierung (Einwerbung von Drittmitteln ist mit einem kompetenten Kooperationspartner leichter)
  • Eigeninteresse, Gemeinschaftsinteresse oder Betroffenheit
  • Lokalpatriotismus (Einsatz für das persönliche Umfeld)
  • Spaß in Kombination mit Altruismus (eigenes Hobby zum Gemeinwohl einsetzen)
  • politisch und gesellschaftlich relevante Forschungsfelder zu öffnen, gesellschaftlich relevante Wissen zu stärken

Kontakte zu/über Vereine helfen, Kontakte zu Bürgerinnen und Bürgern zu schaffen.

Hier fehlt eine Quellenangabe.


Medien

Die Kommunikationsmedien sollten zielgruppengerecht und projektspezifisch erfolgen. Verschiedene Kanäle können genutzt werden, um über das Projekt zu informieren und Teilnahme zu generieren:

  • Klassische Medien (Zeitung, Fernsehen) erreichen eine breite Öffentlichkeit
  • Regionalmedien unterstützen die regionale Bekanntheit des Projektes
  • Social Media (Twitter, Facebook) erreichen internetaffine Menschen einfacher als traditionelle Medien aber eignen sich weniger für Senioren und Kinder
  • Öffentliche Events (wie z.B. Messen, Lange Nacht der Wissenschaft, Feste, Führungen) dienen Bestätigung für die bereits Mitmachenden
  • Kooperationen mit Multiplikatoren (z.B. Verbände, Vereine, Schulen) öffnen Zugänge zu vorhandenen Netzwerken und anderen Kanälen
  • Wettbewerbe engagieren bereits Beteiligte intensiver, erreichen aber nicht unbedingt neue Personen.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können über verschiedene Kanäle erreicht werden: über Webseiten, email-Verteiler und Ausschreibungen. Es wäre wünschenswert, wenn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über Bürgerprojekte informiert werden, die für sie wichtig sein könnten. Als wichtig werden Förderung, Reputation (im wissenschaftlichen Bereich sowie in der Öffentlichkeit) und Datengewinnung empfunden[1].

Quellen

  1. Richter, A., Pettibone, L., Rettberg, W., Ziegler, D., Kröger, I., Tischer, K., Hecker, S., Vohland, K. &
    Bonn, A. (2015): GEWISS Auftaktveranstaltung Dialogforen Citizen Science in Leipzig 17./18.09.2014.
    GEWISS Bericht Nr. 3. Deutsches Zentrum für Integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-
    Leipzig, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ, Leipzig; Berlin-Brandenburgisches Institut
    für Biodiversitätsforschung (BBIB), Museum für Naturkunde, Leibniz-Institut für Evolutions- und
    Biodiversitätsforschung – MfN, Berlin. Online verfügbar unter http://buergerschaffenwissen.de/sites/default/files/assets/dokumente/gewiss_bericht3_auftakt-2.pdf

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